Wahrnehmung von Farben

Es ist naheliegend sich zuerst mit der menschlichen Wahrnehmung zu befassen, da Farbänderungen in einer Graphik sehr entscheidend davon abhängen, wie der Sehvorgang funktioniert.

Wie funktioniert das Sehen, der Sehvorgang ?

Weißes, d.h. alle Farben enthaltendes Licht fällt auf einen Gegenstand. Ein Teil davon wird “verschluckt” (absorbiert) und ein Teil davon wird zurückgeworfen (reflektiert). Die Farbanteile, die reflektiert werden machen die Farbe des Gegenstandes aus. Dieses Licht bzw. das Abbild des Gegenstandes fällt in das Auge. Durch die Hornhaut und die Linse wird vergleichbar einem Objektiv einer Photokamera das Licht in das Auge gebündelt. Die Pupille funktioniert dabei als Blende, d.h. sie regelt mit ihrer Größe die Menge des einfallenden Lichtes. Das Bild wird schließlich auf der Netzhaut, vergleichbar dem Film in der Photokamera abgebildet. In der Netzhaut wird über chemische Vorgänge das Bild mit seinen Farbbestandteilen “erkannt” und in elektrische Impulse umgesetzt. Fast wie bei einem Mikrochip in einer Videokamera. Der Sehnerv als großes “Kabelbündel” leitet die Bildinformationen an verschiedene Zentren im Gehirn, in denen der Sinn des Bildes, d.h. was es eigentlich ist und wie man darauf reagieren muß erst erkannt wird.

Bei diesem “Erkennen” kann es zu “Bildstörungen” kommen. Typisches Beispiel ist die sogenannte “Gestaltergänzung”, d.h. man denkt einfach Linien fort und sieht dadurch etwas, dass so nicht existiert.

Die Wahrnehmungspsychologie der Farben:

Die Empfindlichkeit der Rezeptoren (Zapfen auf der Netzhaut) ist genetisch kodiert. Damit unterscheidet sie sich bei allen Menschen und jeder hat demnach ein anderes Farbempfinden. Die menschlichen Reaktionen auf bestimmte Farben sind trotzdem verallgemeinerbar: Rot, Gelb und Orange werden als warm und kräftig empfunden. Blau und Grün wirken hingegen beruhigend und entspannend. Die Intensität der Farben spielen dabei auch eine große Rolle. Weitere Informationen zu Wirkung von Farben und deren Geschichte erhalten Sie unter:
http://www.seilnacht.tuttlingen.com/lexikon/flexikon.htm